FAQ'S FÜR STUDIERENDE

StaatsbürgerschaftFür welche Bildungsangebote ist eine Bewerbung möglich?
deutsche Staatsbürger/Bildungsinländer*innen (Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, welche einen deutschen Schulabschluss besitzen - Studienkolleg ausgeschlossen)Eine Bewerbung für alle Kurse und Studiengänge, die wir unterstützen, ist möglich.
Bewerber*innen aus Ländern der Europäischen Union, Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen, Großbritannien, Island, Monaco, den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und IsraelEine Bewerbung für alle von uns unterstützten Kurse und Studiengänge (Psychologiestudium ausgenommen) ist möglich, wenn sie in Deutschland oder als remote-Kurs stattfinden und du aktuell in Deutschland wohnst.
alle anderen NationalitätenEine Bewerbung für alle von uns unterstützten Kurse und Studiengänge (Psychologiestudium ausgenommen) ist möglich, wenn diese in Deutschland oder als remote Bootcamps stattfinden, du aktuell in Deutschland wohnst und du mindestens 2 der folgenden 3 Kriterien erfüllst:


  • Wohnsitz in Deutschland:

  • Du hast in den vergangenen 2 Jahren durchgehend in Deutschland gelebt
    -ODER bist verheiratet mit einer Person mit deutscher Staatsbürgerschaft
    -ODER bist im Besitz einer Blue Card/unbegrenzten Aufenthaltserlaubnis
    -ODER bist im Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung nach AufenthG §25 (Aufenthalt aus humanitären Gründen)

  • Du hast einen qualifizierenden Berufsabschluss in Deutschland absolviert (abgeschlossene Ausbildung, Bachelor, Master, Doktor oder andere Universitätsabschlüsse).


  • Du hast relevante Arbeitserfahrung im Bereich des Studiengangs/Bootcamps, für den/das du dich bewirbst. Die Arbeitserfahrung hat einen Umfang von mindestens einem Jahr Vollzeitarbeit (muss nicht notwendigerweise innerhalb Deutschlands absolviert worden sein). Praktika zählen hierbei nicht.

Bei Erfüllung der o. g. Kriterien ist eine Bewerbung durch unseren regulären Bewerbungsprozess möglich. Bei Zuordnung zur Gruppe “aller anderen Nationalitäten”, sende uns bitte zusätzlich zu deiner Bewerbung die entsprechenden Dokumente, welche die Erfüllung mindestens zweier der drei Kriterien bestätigen, per E-Mail an  bewerbung@chancen-eg.de.

 

Im Anschluss werden wir uns diese ansehen und uns bei dir zurückmelden, um mit dir die weiteren Schritte zu besprechen.

 

Solltest du die o. g. Kriterien nicht erfüllen, aber dennoch interessiert an einer Förderung deines Studiums / Bootcamps durch die CHANCEN eG sein, sende uns bitte eine E-Mail an bewerbung@chancen-eg.de  mit dem angestrebten Kurs und dem Namen des Bildungsinstituts. Wir werden uns dann an deine Bildungseinrichtung wenden und versuchen, gemeinsam mit dieser eine Möglichkeit der Förderung für dich zu finden. Sei dir dabei aber bitte bewusst, dass die Dauer dieses Prozesses einige Wochen oder Monate betragen kann und gegebenenfalls auch nicht erfolgreich sein kann.

Art des BildungsangebotsBis zu welchem Alter ist eine Bewerbung möglich?
Bachelor-Studium40 Jahre
Master-Studium43 Jahre
Bootcamp45 Jahre

Für die CHANCEN eG bedeutet der freie Zugang zu Bildung auch gleichzeitig die freie und selbstbestimmte Berufswahl. Wenn du beschließt, nach deinem Studium im Ausland arbeiten zu wollen, reichst du einfach den Einkommenssteuerbescheid des jeweiligen Landes ein. Wenn der Einkommenssteuerbescheid des Landes stark von dem deutschen abweicht, musst du dein Einkommen mit einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer einmal so darlegen, wie der deutsche Einkommenssteuerbescheid aufgebaut ist.

Ja. Grundsätzlich ist der UGV weder ein Einkommen noch ein Stipendium oder eine andere Form staatlich anerkannter Förderungen. Daher werden die Finanzierungsbeiträge nicht auf dein BAföG angerechnet und du kannst BAföG beziehen. Allerdings musst du nach deinem Abschluss damit rechnen, sowohl die Rückzahlungen für den UGV als auch für das BAföG leisten zu müssen – unter Umständen eine hohe finanzielle Belastung. Bitte informiere dich daher rechtzeitig über mögliche Auswirkungen des UGV auf das BAföG bei deinem zuständigen BAföG-Amt.

Nein. Der UGV ist für jeden Studierenden der kooperierenden Bildungsinstitutionen frei zugänglich. Es wird jedoch ein Bewerbungsgespräch geführt. Dabei spielen weder die finanzielle Situation der Eltern der geförderten Studierenden noch der Nachweis von Bedürftigkeit eine Rolle.

Der potentielle Rückzahlungszeitraum beginnt am 1. Januar des Jahres nach dem erfolgreichen Studienabschluss. Die tatsächliche Rückzahlung beginnt erst nach dem Erreichen der Mindesteinkommensgrenze.

Die Rückzahlung deiner Studienbeiträge beginnt erst ab dem Erreichen der Mindesteinkommensgrenze – unabhängig davon, ob du einer beruflichen, weiterbildenden oder akademischen Tätigkeit nachgehst.

Ja. Unser Ziel ist es, dass wir gemeinsam eine Solidargemeinschaft bilden. Daher führen wir mit allen Studierenden ein Gespräch über den UGV, die CHANCEN eG und das Studium, bevor wir uns entscheiden, sie oder ihn aufzunehmen. Auf der CHANCEN eG Seite zu deiner Hochschule erfährst du mehr.

Wenn das Einkommen nach dem Studienabschluss sehr hoch ist, greift die vertraglich festgelegte Höchstgrenze. Über die gesamte Rückzahlungsdauer müssen geförderte Studierende niemals mehr als das inflationsangepasste Doppelte der tatsächlichen Studiengebühren zum Immatrikulationszeitpunkt zurückzahlen. Dadurch wird eine übermäßige Belastung vermieden.

Das wirkt sich erstmal nicht auf deine Rückzahlung aus, da Lottogewinn und Erbe keine Einkünfte nach §2 Einkommensteuergesetz sind. Wenn du deinen zusätzlichen Reichtum aber gewinnbringend investierst und daraus Erträge erwirtschaftest (beispielsweise Kapital- oder Mieterträge, weil du dir mit deinem Geld eine Wohnung oder Aktien gekauft hast), erhöhen diese Einkünfte deine Rückzahlung.

Das maßgebliche Einkommen ist definiert als “positive Einkünfte” (nach den 7 Einkommensarten des §2 Einkommensteuergesetz) minus Werbungskosten (§9 EStG), also ähnlich dem Bruttoeinkommen. Außerdem wird für Selbstständige noch eine Pauschale von 16,4% vom Bruttoeinkommen abgezogen, um den hohen Ausgaben Rechnung zu tragen, die Selbstständige für Versicherungen, etc. aufbringen müssen. Der Abzug errechnet sich aus der Differenz der im §21 BAföG-Gesetz angegebenen Pauschalabzüge für Selbständige und Angestellte und wird jährlich an veränderte BAföG-Abzüge angepasst. Aktuell berechnet sich der Abzug folgendermaßen: 37,7%-21,3%=16,4%.

Die Mindesteinkommensgrenze ist der Betrag, ab dem geförderte Studierende ihre Studienbeiträge an die CHANCEN eG zurückzahlen müssen. Sie liegt bei 27.000 Euro des maßgeblichen jährlichen Einkommens. Liegt der Verdienst der Mitglieder unterhalb dieses Betrages, müssen keine Rückzahlungen geleistet werden.

Der UGV wird an Partnereinrichtungen angeboten. Eine Übersicht findest du hier.

Der Rückzahlungszeitraum beträgt 25 Jahre – innerhalb dieser Zeit wird die Rückzahlung in den ersten acht Jahren geleistet, in denen das maßgebliche Einkommen die Mindesteinkommensgrenze von 27.000 Euro übersteigt. Übersteigt das Einkommen innerhalb dieser 25 Jahre die Einkommensgrenze nicht oder seltener als acht Mal, erlischt die Rückzahlungspflicht.

Die Chancen eG verlangt zum Abschluss des UGV keinerlei Sicherheiten.

Ja, die Rückzahlungen sind grundsätzlich steuerlich absetzbar. Hier findest du unser Merkblatt zur steuerlichen Absetzbarkeit

Ja. Für die Bewerbung um ein Stipendium gilt dasselbe wie beim Bezug von BAföG: Der UGV steht dem nicht im Wege.

In dem Fall passen wir die Nettofinanzierungssumme entsprechend der tatsächlich durch die CHANCEN eG getätigten Zahlungen an. In diesem Zuge wird auch der Rückzahlungsprozentsatz an die Finanzierungssumme angepasst. Haben wir also eine geringere Summe finanziert als die vertraglich festgelegte, verringert sich auch der Rückzahlungsprozentsatz.
Auch in dem Fall gilt: Die Rückzahlung beginnt erst, wenn du das Mindesteinkommen überschreitest. Du kannst daher ohne finanziellen Druck ein anderes Studium aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen.

Nein. Grundsätzlich beruht das Modell des UGV auf einem solidarischen Prinzip: Alle leisten einen Beitrag entsprechend ihrer Möglichkeiten. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Studienkredit bist du in der Rückzahlung nicht mit einem fixen Schuldenberg konfrontiert. Wenn Du über 8 Jahre jedes Jahr einen Beitrag geleistet hast, der über der Mindestgrenze liegt, bist du unabhängig von der Höhe deines geleisteten Gesamtbetrages von weiteren Zahlungen befreit.

Vorzeitige und schnellere Rückzahlungen sind möglich, wenn insgesamt der jeweilige Höchstbetrag geleistet wird. Da im Vorhinein nicht abgesehen werden kann, wie hoch das individuelle Einkommen der nächsten Jahre sein wird, können wir im Sinne der Solidargemeinschaft vorzeitige Rückzahlungen ausschließlich durch den Ansatz des Höchstbetrages ermöglichen.

Die freie Berufswahl ist eine der beiden Freiheiten, die die CHANCEN eG mit ihrem Wirken verfolgt. Sie besagt, dass Du bei Deiner Berufswahl frei bist und nicht durch den Umgekehrten Generationenvertrag eingeschränkt wirst. Dies gilt auch für Beschäftigungen mit niedrigem Einkommen – denn, anders als bei einem klassischen Kredit – entsteht durch den UGV für Dich keine fixe Schuldenlast, die in den ersten Jahren nach dem Studium getilgt werden muss. Dank der Mindestgrenze bleibt Deine Studienfinanzierung auch im Falle eines niedrigen Einkommens sozialverträglich: Liegt Dein maßgebliches Einkommen unterhalb der Mindestgrenze von 27.000 EUR Jahreseinkommen brutto, bist Du im entsprechenden Jahr von der Rückzahlung befreit. Liegt Dein Einkommen darüber, wird der Rückzahlungsbetrag wie gewöhnlich berechnet.

Nein, denn der UGV orientiert sich nicht am Beschäftigungsstatus, sondern an dem maßgeblichen Einkommen.

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