ANTWORTEN FÜR STUDIERENDE

Nein, denn der UGV orientiert sich nicht am Beschäftigungsstatus, sondern an dem maßgeblichen Einkommen

Für die Chancen eG bedeutet der freie Zugang zu Bildung auch gleichzeitig die freie und selbstbestimmte Berufswahl. Wenn du beschließt, nach deinem Studium im Ausland arbeiten zu wollen, reichst du einfach den Einkommenssteuerbescheid des jeweiligen Landes ein.

Ja. Grundsätzlich ist der UGV weder ein Einkommen noch ein Stipendium oder eine andere Form staatlich anerkannter Förderungen. Daher werden die Finanzierungsbeiträge nicht auf dein BAföG angerechnet und du kannst BAföG beziehen. Allerdings musst du nach deinem Abschluss damit rechnen, sowohl die Rückzahlungen für den UGV als auch für das BAföG leisten zu müssen – unter Umständen eine hohe finanzielle Belastung. Bitte informiere dich daher rechtzeitig über mögliche Auswirkungen des UGV auf das BAföG bei deinem zuständigen BAföG-Amt.

Nein. Der UGV ist für jeden Studierenden der kooperierenden Bildungsinstitutionen frei zugänglich. Es wird jedoch ein Bewerbungsgespräch geführt. Dabei spielen weder die finanzielle Situation der Eltern der geförderten Studierenden noch der Nachweis von Bedürftigkeit eine Rolle.

Der potentielle Rückzahlungszeitraum beginnt am 1. Januar des Jahres nach dem erfolgreichen Studienabschluss. Die tatsächliche Rückzahlung beginnt erst nach dem Erreichen der Mindesteinkommensgrenze.

Die Rückzahlung deiner Studienbeiträge beginnt erst ab dem Erreichen der Mindesteinkommensgrenze – unabhängig davon, ob du einer beruflichen, weiterbildenden oder akademischen Tätigkeit nachgehst.

Ja. Unser Ziel ist es, dass wir gemeinsam eine Solidargemeinschaft bilden. Daher führen wir mit allen Studierenden ein Gespräch über den UGV, die Chancen eG und das Studium, bevor wir uns entscheiden, sie oder ihn aufzunehmen. Auf der Chancen eG Seite zu deiner Hochschule erfährst du mehr.

Wenn das Einkommen nach dem Studienabschluss sehr hoch ist, greift die vertraglich festgelegte Höchstgrenze. Über die gesamte Rückzahlungsdauer müssen geförderte Studierende niemals mehr als das inflationsangepasste Doppelte der tatsächlichen Studiengebühren zum Immatrikulationszeitpunkt zurückzahlen. Dadurch wird eine übermäßige Belastung vermieden.

Das für die Ermittlung der Rückzahlung maßgebliche Einkommen entspricht dem durch pauschalierte Sozialversicherungsbeiträge und Werbungskosten verminderten Bruttoeinkommen. Dieses für die Rückzahlung relevante maßgebliche Einkommen beläuft sich bei einem Arbeitnehmer auf 78,7 % der positiven Einkünfte, für Nichtarbeitnehmer auf 62,7 % der positiven Einkünfte (positive Einkünfte: Bruttoeinkünfte, Miet- und Kapitalerträge abzüglich einer Pauschale für die gezahlten Vorsorgeleistungen, deren Höhe sich nach den aktuellen Regelungen des BAföG richtet – zurzeit für Arbeitnehmer, Auszubildende und Nichterwerbstätige 21,3 % und für Nichtarbeitnehmer 37,3 %).

Die Mindesteinkommensgrenze ist der Betrag, ab dem geförderte Studierende ihre Studienbeiträge an die Chancen eG zurückzahlen müssen. Sie liegt bei 21.000 Euro maßgeblichen jährlichen Einkommens, was einem ungefähren Bruttoeinkommen von 30.000 Euro entspricht. Liegt der Verdienst der Mitglieder unterhalb dieses Betrages, müssen keine Rückzahlungen geleistet werden.

Aktuell bieten wir den UGV an acht Bildungsinstitutionen an: Medizinische Hochschule Brandenburg, International Psychoanalytic University Berlin,  praxisHochschule Köln, Hertie School of Governance, Alanus Hochschule, Merz Akademie, CODE University und Games Academy. Weitere Kooperationen sind noch für dieses Jahr geplant.

Der Rückzahlungszeitraum beträgt 25 Jahre – innerhalb dieser Zeit wird die Rückzahlung in den ersten zehn Jahren geleistet, in denen das maßgebliche Einkommen die Mindesteinkommensgrenze von 21.000 Euro übersteigt. Übersteigt das Einkommen innerhalb dieser 25 Jahre die Einkommensgrenze nicht oder seltener als zehn Mal, erlischt die Rückzahlungspflicht.

Die Chancen eG verlangt zum Abschluss des UGV keinerlei Sicherheiten.

Ja, die Rückzahlungen sind grundsätzlich steuerlich absetzbar. Hier findest du unser Merkblatt zur steuerlichen Absetzbarkeit

Ja. Für die Bewerbung um ein Stipendium gilt dasselbe wie beim Bezug von BAföG: Der UGV steht dem nicht im Wege.

In dem Fall werden die Rückzahlungsprozente an deine studierten Semester angepasst. Hast du beispielsweise nach der Hälfte des Studiums abgebrochen, werden die Rückzahlungsprozente halbiert. Auch in dem Fall gilt: Die Rückzahlung beginnt erst, wenn du das Mindesteinkommen überschreitest. Du kannst daher ohne finanziellen Druck ein anderes Studium aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen.

Nein. Grundsätzlich beruht das Modell des UGV auf einem solidarischen Prinzip: Alle leisten einen Beitrag entsprechend ihrer Möglichkeiten. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Studienkredit bist du in der Rückzahlung nicht mit einem fixen Schuldenberg konfrontiert. Wenn Du über 10 Jahre jedes Jahr einen Beitrag geleistet hast, der über der Mindestgrenze liegt, bist du unabhängig von der Höhe deines geleisteten Gesamtbetrages von weiteren Zahlungen befreit.

Vorzeitige und schnellere Rückzahlungen sind möglich, wenn insgesamt der jeweilige Höchstbetrag geleistet wird. Da im Vorhinein nicht abgesehen werden kann, wie hoch das individuelle Einkommen der nächsten Jahre sein wird, können wir im Sinne der Solidargemeinschaft vorzeitige Rückzahlungen ausschließlich durch den Ansatz des Höchstbetrages ermöglichen.

Die freie Berufswahl ist eine der Drei Freiheiten, die die StudierendenGesellschaft mit Ihrem Wirken verfolgt. Sie besagt, dass Du bei Deiner Berufswahl frei bist und nicht durch den Umgekehrten Generationenvertrag eingeschränkt wirst. Dies gilt auch für Beschäftigungen mit niedrigem Einkommen – denn, anders als bei einem klassischen Kredit – entsteht durch den UGV für Dich keine fixe Schuldenlast, die in den ersten Jahren nach dem Studium getilgt werden muss. Dank der Mindestgrenze bleibt Deine Studienfinanzierung auch im Falle eines niedrigen Einkommens sozialverträglich: Liegt Dein maßgebliches Einkommen unterhalb der Mindestgrenze von 21.000 EUR (was durchschnittlich einem Bruttoeinkommen von etwa 30.000 € entspricht), bist Du im entsprechenden Jahr von der Rückzahlung befreit. Liegt Dein Einkommen darüber, wird der Rückzahlungsbetrag wie gewöhnlich berechnet.

Kontakt

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt.