Zurück

Rena Arndt unterstützt die CHANCEN eG seit Anfang September als Praktikantin in den Bereichen Bewerbungsmanagement und Kommunikation. Das 12-monatige Praktikum ist Teil ihres dualen Studiums, mit dem sie sowohl einen Bachelor Abschluss in Wirtschaftspsychologie als auch einen Ausbildungsabschluss als Kauffrau für Marketingkommunikation erwirbt. Im Interview erzählt sie, warum sie sich als Arbeiterkind besonders mit der CHANCEN eG identifiziert, was sie an den Teammeetings schätzt und welche Events in nächster Zeit geplant sind.

 

Liebe Rena, du bist seit einem Monat Teil des CHANCEN eG Teams. Wie gefällt dir dein Praktikum denn bisher und welche Aufgaben haben dir bis jetzt am meisten Spaß gemacht?

Die Arbeit als vollwertiges Teammitglied der CHANCEN eG macht mir bis jetzt sehr viel Spaß. Es ist eine völlig neue Erfahrung für mich, erlerntes Wissen aus der Uni und der Berufsschule in eigenständigen Projekten anwenden zu dürfen.

Unüblicherweise habe ich mein Praktikum bewusst einen Monat früher begonnen, um Nathalie beim Bewerbermanagement über die Schulter zu schauen und von ihr zu lernen. Die Gespräche mit unseren angehenden Studierenden haben meinen Erfahrungsschatz im HR Bereich, aber auch mich als Person besonders bereichert. Die Teammeetings sind auch immer der Teil des Tages, auf den ich mich freue. Gemeinsam diskutiert man über anstehende Projekte oder brainstormt fachübergreifend. Jede Meinung und jede Idee wird mit offenen Armen aufgenommen und weiterentwickelt. Der Startup Alltag muss einem einfach Spaß machen.

Du studierst aktuell dual Medien- und Wirtschaftspsychologie. Was hat dich zu diesem Studium bewogen?

Ursprünglich wollte ich Kunstgeschichte studieren. Um meinen Wunsch zu festigen, habe ich jahrelang neben der Schule in Kunstgalerien, Ausstellungen und Messen gearbeitet. Mit der Kunst konnte ich mich schon immer identifizieren, allerdings fühlte ich mich in der Welt der Künstler*innen oft etwas fremd. Durch einen Zufall bin ich dann auf den Studiengang „Medien- und Wirtschaftspsychologie – dual“ gestoßen. Der Studiengang deckte viele Entfaltungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern ab, die mein 18-jähriges Ich sehr interessant fand. Damals hätte ich aber niemals gedacht, dass ich in den Schwerpunkten Marketing und HR meine berufliche Wohlfühlzone finden würde.

Ich habe mich gezielt für ein duales Studium entschieden, weil mir der praktische Bezug zu meinem Wissen immer sehr wichtig war. Den ganzen Tag in der Vorlesung zu sitzen und Abends alles wieder aufzuarbeiten war schon damals nicht das Wahre für mich. Als Schülerin hatte ich immer diverse Nebenjobs , die mir trotz der Anstrengung Spaß gemacht haben, weil mich das Gefühl, gebraucht zu werden, antreibt. Diesen Antrieb bot mir ein duales Studium! Der doppelte Abschluss (Bachelor und Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation) innerhalb von 4 Jahren war natürlich auch “nice to have”.

Weshalb hast du dich für dein 1-jähriges Praktikum bei der CHANCEN eG entschieden?

Um einen ersten Schritt in die Welt der Wirtschaft zu setzen, habe ich mich hauptsächlich auf Tätigkeiten in Startups beworben. In einem kleinen, aber jungen Team gemeinsam an dem großen Ganzen zu arbeiten, eigene Ideen einzubringen und sich bei jedem Wachstumsschub der Firma vom Herzen heraus zu freuen – das entsprach meinen Wunschvorstellungen vom Praktikum. Ursprünglich komme ich aus Köln (der schönsten Stadt der Welt), wo die Gründerszene sich noch in der frühen Wachstumsphase befindet. Aus diesem Grund habe ich mich auch dazu entschieden, ab dem 4. Semester mein Studium an unserer Partneruni in Berlin Mitte fortzusetzen. In meiner Bewerbungsphase bin ich dann bei der Internetrecherche auf die CHANCEN eG gestoßen. Als Arbeiterkind mit ukrainischen Migrationshintergrund kannte ich die Schwierigkeiten der Studienfinanzierung nur zu gut und konnte mich direkt mit den Werten der CHANCEN eG identifizieren. Zum ersten Mal in meinem Bewerbungsprozess spielte der gesellschaftliche Mehrwert des Praktikums für mich eine Rolle. Teil einer Organisation zu sein, die nachhaltige Veränderungen bewirken könnte, stand plötzlich an erster Stelle. In meinem Bewerbungsgespräch boten Nathalie und Florian mir an, aus dem ausgeschriebenen 6 – monatigen Praktikum ein ganzes Jahr zu machen. Mich hat es sehr gefreut, da es mir wichtig war ein festes Mitglied des Teams zu werden, anstatt die Aussicht auf mehrere Arbeitszeugnisse von unterschiedlichen Firmen zu sammeln. Ich wollte mehr Verantwortung übernehmen, eigene Projekte leiten und die CHANCEN eG einfach so gut es geht kennenlernen.

Neben dem Bewerbermanagement arbeitest du vor allem mit Nathalie im Bereich externe Kommunikation und Community Management zusammen. Plaudere doch mal etwas aus dem Nähkästchen. Habt ihr in nächster Zeit irgendwelche Events geplant?

Aktuell planen wir gemeinsam mit engagierten Studis der IPU einen Erstitag am 25.10.18, damit den Erstsemestern die Möglichkeit gegeben wird, sich mit höheren Semestern auszutauschen und mit uns über aktuelle Anliegen bezüglich der CHANCEN eG reden können. Gemeinsam mit den Studis wollen wir weitere Veranstaltungen oder Aktionen planen. Auch hochschulübergreifende Treffen sind geplant.  Dazu kann ich noch nichts Genaueres sagen, aber man darf gespannt sein!

Weitere Beiträge

Unsere Studierenden: Luis Miguel Cebrian Lopez von der Alanus Hochschule

27. September 2018
Luis Miguel Cebrian Lopez ist der erste Studierende der Alanus Hochschule der von der CHANCEN eG mit dem UGV während seines Studiums gefördert wird. In unserem Studierenden Portrait erfahrt ihr von ihm was ihn dazu bewegt hat „Wirtschaft – neu denken“ zu studieren und weshalb er sich für die Alanus Hochschule entschieden hat. Über eine Internetrecherche […] LESEN

CHANCEN International - Erste Generation ruandischer Studentinnen bringt langfristigen Zugang zu Hochschulbildung ins Rollen

27. September 2018
Die ersten 420 Studentinnen haben ihr Studium durch einen Umgekehrten Generationenvertrag finanziert Kigali/Ruanda. 420 Studentinnen haben am 24.9.2018 ein Studium am renommierten Akilah Institute begonnen. Sie alle finanzieren ihre Ausbildung durch den ‘Umgekehrten Generationenvertrag’ (UGV) – ein faires Finanzierungsmodell für Studiengebühren. Seine Besonderheit ist das nachhaltige Konzept der generationenübergreifenden Finanzierung, deren treibender Motor die Studentinnen […] LESEN

Kontakt

Wenn du Fragen oder Anregungen hast, dann melde dich bei uns!