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Bildung ist Fortschritt für alle

Die CHANCEN International gGmbH feierte am Donnerstag den Start ihres internationalen Bildungsprogramms: Ab diesem Sommer werden die ersten 400 Studierenden in Partnerschaft mit dem Akilah Institute in Kigali, Ruanda, gefördert. Das Institut bildet ausschließlich Frauen in den Bereichen Entrepreneurship, IT und Hospitality Management aus. Damit reagiert es auf die Arbeitsmarktnachfrage. H.E. Igor Cesar, der Botschafter der Republik Ruanda, der zu den geladenen Gästen zählte, zeigte sich glücklich, dass das Pilotprojekt in Ruanda startet, denn „eine gute Ausbildung ist wichtig für nachhaltigen Wandel in Ruanda und den afrikanischen Kontinent“. Mit Blick auf das Akilah Institute hebt er die Stärkung und Ermächtigung der Frau in der Gesellschaft hervor.

Dazu trägt das durch die CHANCEN International angebotene und besonders faire Finanzierungsmodell für Studiengebühren, der „Umgekehrte Generationenvertrag“ (UGV), nun erstmals auf dem afrikanischen Kontinent bei. Durch das Prinzip der einkommensangepassten und generationenübergreifenden Rückzahlung fördert die CHANCEN International unabhängig vom sozialen Hintergrund den Zugang zu tertiärer Bildung und ermöglicht so die Freiheit, das berufliche und persönliche Leben unabhängig und selbstbestimmt zu gestalten. Batya Blankers, CEO der CHANCEN International, ist überzeugt, dass „der UGV nicht nur einen individuellen Impact hat, sondern langfristig auf gesamtgesellschaftlicher Ebene wirkt“.

Finanziert werden die Studiengebühren zunächst über Spenden. Durch das einkommensabhängige Rückzahlungsprinzip des UGVs wird der folgenden Generation wieder ein Studium ermöglicht.

Das von der ruandischen Regierung aufgegebene Entwicklungsprogramm „Vision 2020“ sieht vor, das Bildungssystem zu reformieren. Die Regierung ist ambitioniert, Ruanda in ein wissensbasiertes Land zu verwandeln. Technologie und innovativer Fortschritt sollen Armut reduzieren und dem Land eine breite Mittelklasse verschaffen. H.E. Igor Cesar ist überzeugt, dass „Bildung treibender Motor für Fortschritt ist“. Deswegen zeigt er sich sehr begeistert über die Arbeit der CHANCEN International, deren Ziel es ist, jungen Erwachsenen ein Hochschulstudium zu ermöglichen.

Einen Ursprung für den Genozid an den Tutsi 1994 sieht H.E. Igor Cesar auch in der „allgemeinen Bildungslücke“ der Bevölkerung.

Nun entwickelt sich Ruanda rasant und setzt mit den anstehenden Bildungsreformen ein weiteres Zeichen. Die „administrativen Strukturen im Bildungssystem sollen verändert werden“. Das sei auch „ein Schritt heraus aus der kolonialen Vergangenheit“. Der Tenor liegt auf nachhaltiger Entwicklung durch die Überwindung ineffizienter Strukturen und die Aufarbeitung der Vergangenheit durch analytische Verfahren. „Wichtig ist dabei auch der Austausch mit den Nachbarländern“, betonte H.E. Igor Cesar.

CHANCEN International hat kürzlich zwei weitere Partnerschaften mit der Kepler University und der Vatel Business School in Ruanda geschlossen. Darüber hinaus laufen Verhandlungen mit Universitäten in Uganda und Südafrika. Somit kommen die CHANCEN eG und die CHANCEN International ihrem langfristigen Ziel, der Schaffung eines globalen Netzwerks zwischen den Studierenden der CHANCEN eG und den Studierenden der CHANCEN International, mit großen Schritten voran.

In Deutschland wird eine nachhaltige und faire Studienfinanzierung durch die CHANCEN eG mit dem Modell des „Umgekehrten Generationenvertrags“ (UGV) angeboten. Bis 2020 sollen mehr als 700 Studierende mit einer Auslagenhöhe von 12Mio€ finanziert werden und dadurch ihr Traumstudium wahrnehmen können.

Anfang 2018 ging aus der CHANCEN eG die gemeinnützige Tochter CHANCEN International hervor. Der Ausbau eines internationalen Netzwerks von Partneruniversitäten und Studierenden steht ganz im Zeichen der Forderung nach Chancengleichheit für den Zugang zu qualitativ hochwertiger Hochschulbildung.

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