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Katja Nordwig ist seit September Mitglied des Berliner Teams der CHANCEN International. Als Executive Assistant unterstützt sie CHANCEN International-Gründerin Batya Blankers in den Gebieten Fundraising und Projektmanagement und organisiert die Crowdfunding-Kampagne der CHANCEN International, die am 15. November startet. Im Gespräch erzählt sie von der geplanten Kampagne, Mountainbiken in Afrika und ihrem Wunsch nach einer Arbeit mit Sinn.

Liebe Katja, herzlich willkommen im Team! Chemie- und Getränkeindustrie, Niederlande und Südafrika, Firmengründung und spätes Studium – du hast schon einiges erlebt, bevor du zu uns kamst! Erzähl uns doch ein bisschen von deiner Zeit vor der CHANCEN eG.

Danke, ich freue mich auch, jetzt Teil des CHANCEN Teams zu sein.

Ich bin in Berlin aufgewachsen und habe an der Freien Universität mein erstes Studium absolviert. Danach hat es mich aber in die weite Welt gezogen – zunächst nach Amsterdam und dann nach Südafrika. Dort habe ich viele Jahre im Innovations- und Supply Chain Management bei internationalen Großunternehmen der Chemie- und Getränkeindustrie gearbeitet.

 

Dort bist du aber nicht geblieben…

Nein, mit der Zeit habe ich die soziale Wirkung meiner Arbeit in Frage gestellt und mich auf die Suche nach einer neuen Herausforderung gemacht. Zunächst hab ich mich nochmal auf die Schulbank gesetzt und meinen Master in Sustainable Development gemacht und in dieser Zeit als freie Beraterin einige Nachhaltigkeitsprojekte betreut. So habe ich zum Beispiel beim Aufbau einer nachhaltigen Agrar-Lieferkette mitgeholfen. Mit diesem Projekt konnten wir die Einkommen von mehreren Tausend afrikanischen Kleinbauern mehr als verdoppeln. Auch beim Aufbau eines südafrikanischen Agritech Startups habe ich mitgearbeitet. Die Herausforderungen für Startups im sozialen Kontext sind mir also durchaus vertraut.

Ansonsten bin ich gerne mit meinem Mountainbike unterwegs und bin neugierig auf die Welt. Dadurch hatte ich die Chance, einige Länder auf dem afrikanischen Kontinent auf zwei Rädern zu erkunden und die Lebenssituation der Menschen dort aus erster Hand kennenzulernen.

Seit einem knappen Jahr bin ich nun wieder in Berlin und will auch hier in einem innovativen Umfeld mit nachhaltiger Wirkung arbeiten. Bei CHANCEN International kann ich dies mit meiner Liebe zu Afrika verbinden.

 

Die CHANCEN International unterscheidet sich bestimmt sehr von deinen bisherigen Stationen. Wie erlebst du denn die Arbeit in unserem Team?

Ein Unterschied zu den großen Firmen, für die ich bisher gearbeitet habe ist, dass der Aufgabenbereich breiter ist. In einem Startup muss halt überall mit angepackt werden. Das macht die Arbeit vielseitig und die Gestaltungsräume sind größer

Manche Dinge sind aber auch ähnlich. Ich habe immer in einer Projektumgebung gearbeitet und finde, dass es auch hier wichtig ist, aus Ideen umsetzbare Pläne zu machen und diese dann Schritt für Schritt umzusetzen.

 

Eine deiner Hauptaufgaben ist Fundraising. Wofür braucht denn die CHANCEN International Geld, und woher soll dieses Geld kommen?

Mit CHANCEN International bieten wir den UGV jetzt auch in Afrika an. Je mehr Geld uns zur Verfügung steht, desto mehr Studierenden können wir dort eine Ausbildung ermöglichen. Hierfür wollen wir Mittel aus den verschiedensten Quellen aktivieren – sowohl Stiftungen und Einzelpersonen, internationale Entwicklungsorganisationen als auch Impact Investment Funds kommen hier infrage.

Jeder noch so kleine Beitrag hilft, unser Ziel zu erreichen: Die Ausbildung und anschließende Teilnahme vieler gut ausgebildeter junger Afrikaner*innen am lokalen Wirtschaftsleben.

 

Ganz konkret organisierst du gerade eine Crowdfunding Kampagne, um bis Ende des Jahres mindestens 20.000 € für Studienplätze in Ruanda zu sammeln. Was sind denn da deine Aufgaben?

Die Herausforderung bei einer Kampagne ist ja vor allem die Koordination von vielen verschiedenen Aufgaben. Es geht darum, ein Video zu drehen, Events zu organisieren, einzigartige Preise zu beschaffen, Texte zu schreiben, unsere Community zu aktivieren …

Zum Glück sind wir ein engagiertes und fähiges Team und ich bin sicher, dass wir eine erfolgreiche Kampagne aufbauen werden.

 

Vielen Dank für die Antworten und Einblicke, wir freuen uns schon auf den Start der Crowdfunding-Kampagne am 15. November 2018!

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