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Am 24. September starteten die Vorlesungen der ersten 420 durch den UGV geförderten Studentinnen des Akilah Instituts in Kigali, Ruanda. Im Folgenden wollen wir auf bereits Erreichtes zurückblicken und einen Ausblick auf die Pläne der CHANCEN International geben.

 

Nach dem erfolgreichen Studienstart geht es für die 420 Studentinnen in Kigali nun in die nächste Phase ihres insgesamt zweijährigen Studiums. Vorher hatten sie in einem zweimonatigen Brückenkurs zur Vorbereitung auf das kommende Studium teilgenommen. Dort erlernten sie fürs Studium wichtige Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Business Englisch und Informationstechnologie. Für diese Workshops wurden Blended Learning Methoden angewandt, eine Mischung aus Präsenzveranstaltungen und E-Learning. Das Konzept verbindet Praxisnähe, die Effektivität und Flexibilität von elektronischen Lernformen mit den sozialen Aspekten der Face-to-Face-Kommunikation.

Batya Blankers (CEO) und ihre Kolleginnen vor Ort, Audresse Girarike (Kommunikation und Eventmanagement) und Ariane Niyonsaba (Bewerbungs- und Community-Management), bieten den durch die CHANCEN International geförderten Studierenden zusätzlich ganztägige Workshops an. Die Themen sind studienübergreifend und setzen den Fokus auf die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Das Angebot  umfasst Informationsveranstaltungen über den Umgekehrten Generationenvertrag (UGV), Teambuilding-Übungen, Trainings zu Leadership Development und virtueller Kommunikation sowie Workshops über die Gemeinschaftswerte der CHANCEN International: Gleichheit, Respekt, Verantwortung, Solidarität, Ehrlichkeit und Kommunikation.

Darüber hinaus erhalten die Geförderten vor und nach Unterzeichnung des UGV ein intensives Finanzkompetenz-Training. Über 75% der Studentinnen gehören zur ersten Generation ihrer Familie, die eine Hochschule besucht. Somit ist ein intensives Finanzkompetenz-Training unerlässlich, um das Verständnis des UGV sicherzustellen und den Geförderten wichtige finanzielle Kompetenzen für ihre Zukunft zu vermitteln.

Auf praktischer Ebene wird gemeinsam mit den Studierenden ein persönlicher Sparplan erstellt, der während des gesamten Studiums verfeinert und umgesetzt wird. Dies geschieht mithilfe weiterer Workshops und dem Einsatz einer App. Dadurch wird der verantwortungsvolle Umgang mit Geld trainiert, sowie das Verständnis für das UGV Modell und die im Anschluss an das Studium anstehende Rückzahlungsphase vertieft. Das persönliche Finanzkompetenz-Trainingsprogramm wird unterstützt von der Sparkassenstiftung, die in diesem Bereich bereits mehrjährige Erfahrung in Afrika gesammelt hat.

Neben dem Akilah Institut und der Sparkassenstiftung hat die CHANCEN International weitere starke Kooperationspartner an ihrer Seite: die Kepler University und die NGO FAWE – Forum for African Women Educationalists.

Die Kepler University bietet ein gemeinnütziges Hochschulprogramm auf ihrem Campus in Kigali an. Die Universität wurde 2013 in Ruanda gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Netzwerk von Universitäten auf dem gesamten Kontinent zu etablieren, die eine erschwingliche Hochschulbildung ermöglichen. Aktuell bietet die Kepler University Studierenden in Ostafrika den Zugang zu akkreditierten US-amerikanischen Abschlüssen an, indem sie mit dem innovativen kompetenzbasierten Online-Studienprogramm der Southern New Hampshire University zusammenarbeitet. Das Onlinestudium kombiniert E-Learning Prozesse mit individuellen Coaching Programmen, die eine umfangreiche Berufsvorbereitung und -orientierung gewährleisten. Dadurch werden die Absolvent*innen in die Lage versetzt, die Anforderungen des Arbeitsmarktes in ihrer sich entwickelnden Volkswirtschaft zu erfüllen. Vor Ort bietet die Hochschule in ihren eigenen Räumlichkeiten Präsenzvorlesungen in Kombination mit Blended Learning Methoden an. Um einen engen Praxisbezug zu gewährleisten, sind Pflichtpraktika und Projektgruppen in den Studienablauf integriert.

Unser dritter Kooperationspartner FAWE – Forum for African Women Educationalists – fördert bereits seit über 20 Jahren die Bildung von Mädchen und Frauen in Subsahara-Afrika, indem er ihnen den Zugang zu Schulbildung sowie die Möglichkeit der Beendigung ihrer Ausbildung sichert. FAWE wirkt schwerpunktmäßig auf der politischen Ebene, betreibt aber auch eigene Sekundarschulen für junge Mädchen. Nach dem Abschluss der Sekundarschule streben die Absolventinnen von FAWE den Besuch einer Hochschule an. Besonders beliebt sind Studiengänge in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Bislang wurde den Absolventinnen der Hochschulzugang mithilfe von Stipendien ermöglicht. FAWE war stets auf der Suche nach einer nachhaltigeren Möglichkeit, die Studierenden zu fördern. Das UGV-Modell der CHANCEN International bietet eine optimale Lösung für dieses Problem an.

Gemeinsam mit der Kepler University, FAWE und dem Akilah Institut möchte CHANCEN International bis Ende 2019 mindestens 2.000 Studierende in Ruanda mit dem ISA Modell fördern. Um so vielen jungen Menschen in Ruanda den Zugang zu Hochschulbildung und somit eine gute Chance auf dem lokalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, benötigt die gGmbH zusätzliche Investoren- und Spendengelder. Durch die Rückzahlungen dieser Studierenden können die Studienplätze zukünftiger Studierender finanziert werden, sodass sich das Modell auf mittlere Frist selbst trägt. “Wie vielen Menschen in Ruanda wir die Chance auf Hochschulbildung ermöglichen können, hängt stark davon ab, wie viele Institutionen und Personen uns finanziell unterstützen”, so CEO Blankers. Daher liegt der strategische Fokus der CHANCEN International momentan und in naher Zukunft auf der Ausweitung ihres Fundraising Programms, beginnend mit einer Crowdfunding-Kampagne.

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