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Luisa Stegemann
Physician Assistant, praxisHochschule

Nach dem Realschulabschluss habe ich zunächst eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten bei einem Allgemeinmediziner abgeschlossen. Recht schnell wurde mir dabei klar: Die reine Assistenztätigkeit reicht mir nicht. Ich verspürte eine Neugier nach mehr medizinischem Grundlagenwissen und den Wunsch, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Um mich für anspruchsvollere Tätigkeiten zu qualifizieren, entschloss ich mich dann, mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. Meine Vorgesetzten aus der Ausbildungspraxis unterstützten mich bei diesem Schritt von Anfang an konsequent und boten mir an, in Teilzeit weiter zu arbeiten. In den drei Jahren Oberstufe entwickelte ich eine ganz andere Einstellung zum Lernen und ein intrinsisches Interesse an vielen Inhalten. Zeitgleich zu meinen Abiturprüfungen schloss eine Freundin gerade ihren Bachelor als Physician Assistant ab und begeisterte mich für den Studiengang. Anfänglich hatte ich jedoch auch Zweifel an dem Konzept: Wird der Abschluss in Deutschland anerkannt? Gehöre ich später doch nur zum erweiterten Pflegepersonal? Wie ist die soziale Anerkennung? Wie finanziere ich das Privatstudium? Nach intensiven Recherchen überwogen für mich jedoch die mit dem neuen Berufsbild verbunden Chancen. Mittlerweile sehe ich es als spannende Herausforderung an, als Bildungspionierin ein neues Berufsfeld im deutschen Gesundheitssystem zu etablieren. Physician Assistants stehen für eine sinnvolle Neustrukturierung des Aufgabenzuschnitts und der Arbeitsteilung in den Gesundheitsberufen. Diese beinhaltet einerseits eine stärkere Übernahme von Verantwortung und andererseits bessere Entwicklungsperspektiven für die nichtärztlichen Gesundheitsberufe. Diese Entwicklung möchte ich durch meinen persönlichen Einsatz mitgestalten und das neue Berufsbild mitprägen. Veränderungen im Gesundheitssystem stoßen immer auch auf Widerstand, die Rolle der Bildungspionierin verlangt deshalb viel Aufklärungsarbeit.

Die Jahresversammlung der CHANCEN eG bot für mich daher ein willkommenes Forum, das mir den Austausch mit Studierenden anderer Gesundheitsberufe ermöglichte. Insbesondere der Perspektivenabgleich mit den angehenden Medizinerinnen und Medizinern war für mich sehr bereichernd.

Ich bin froh, dass ich meinem Bedürfnis nachgegangen bin und dank der Weiterbildung nun über ein tieferes Verständnis für die Konzepte und Theorien meines Faches verfüge.

 

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