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Absolventin Eva Jaumann

Liebe Eva, wir freuen uns, dich als Mitglied der CHANCEN eG vorstellen zu dürfen!

Du hast vor kurzem das Bootcamp von neue fische im Bereich Data Science in Hamburg absolviert. Wie bist du auf das Bootcamp gekommen und was hast du vorher gemacht?

Ich beende gerade meine Promotion in physikalischer Chemie und studiere nebenbei noch im Bachelorstudiengang an der Fernuni Hagen Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Philosophie. Da mich generell die analytische Herangehensweise an verschiedene Themen interessiert, war für mich die Beschäftigung mit Data Science der nächste logische Schritt. Weil ich aber nicht noch ein Studium beginnen wollte, war ein Bootcamp mit überschaubarer Dauer das Beste in meiner Situation.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Bootcamp-Anbietern in Deutschland. Warum hast du dich für neue fische entschieden?

Mir war es wichtig, dass die Coaches des Kurses nicht nur kompetent sind, sondern auch aus Praxiserfahrungen schöpfen können und, noch wichtiger, Spaß und Geduld beim Erklären haben. Diese Erwartungen wurden erfüllt! Zudem hat es mir sehr gut gefallen, dass wir Teilnehmenden eine sehr diverse Gruppe waren, in der alle ihre unterschiedlichen Herangehensweisen und Hintergründe einbringen konnten. Ein weiterer Pluspunkt bei neue fische ist sicherlich, dass die Teilnehmenden nicht nur inhaltlich während des Kurses unterstützt werden, sondern auch mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt kommen können.

Wie hast du den Bewerbungsprozess bei neue fische und der CHANCEN eG erlebt?

Bei beiden lief die Kommunikation reibungslos und sehr persönlich ab, so konnte ich beide vor Ort im Gespräch kennenlernen und alle Fragen klären. Dies war mir sehr wichtig, da die Professionalität von Internetauftritten kein ausreichender Indikator ist, wie professionell und seriös Unternehmen dann auch tatsächlich sind.

Was ist denn das Spannende an Data Science?

Data Science ist für mich eine gute Verknüpfung von wissenschaftlichen, fakten- bzw. datenbasierten Methoden und aktuellen, relevanten Fragestellungen. Im Endeffekt sind all die im Kurs erlernten Programmierkenntnisse und Machine Learning Methoden nicht mehr als Tools. Bei richtiger Anwendung können sie zu einem besseren Verständnis und einer Lösung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme führen. Trotz der künstlichen Intelligenz, die in aller Munde ist, tragen wir Menschen die Verantwortung für die dahinterliegenden Algorithmen. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, die Digitalisierung in eine Richtung zu lenken, die sie als erstrebenswert erachtet. Ich möchte gerne Teil davon sein.

Darin unterstützen wir dich sehr gerne. Was waren für dich persönlich Highlights und Herausforderungen im Camp?

Drei Monate in Vollzeit sowohl Programmieren als auch die mathematischen Grundlagen der Data Science zu lernen, kann einen manchmal etwas erschlagen. Vor allem, wenn es Probleme in beiden Bereichen gibt. Es kam vor, dass ich stundenlang vor meinem Code saß, um einen kleinen Fehler zu suchen. Umso schöner ist dann aber das Gefühl, wenn dieser behoben ist. Zudem sind Probleme und Fehler zwar kurzfristig nicht angenehm, helfen aber ungemein beim Lernen.

Eines meiner Highlights war sicherlich unser Abschlussprojekt, für das wir vier Wochen Zeit hatten, uns in ein selbst gewähltes Thema tiefer einzuarbeiten.

Worum ging es denn in deinem Abschlussprojekt?

Bei meinem Abschlussprojekt, dem sogenannten “Gesellenstück”, ging es um politisch einseitige Berichterstattung in amerikanischen Nachrichtenartikeln.  Ich wollte mich näher damit beschäftigen, wie natürliche Sprache mit Hilfe von Algorithmen computerbasiert verarbeitet werden kann. Außerdem sind einseitige/falsche News natürlich ein sehr aktuelles und brisantes Thema.

Für mein Abschlussprojekt habe ich Algorithmen genutzt, die ohne den Kontext des Publishers oder den Namen des Autors entscheiden sollen, ob ein Artikel einseitig geschrieben ist. Mit gewissen Einschränkungen ist dies tatsächlich möglich, für eine Anwendung ist es aber sicherlich sinnvoller, auch andere Indikatoren zu berücksichtigen.

Mit deinen Abschlüssen und der Zusatzqualifikation steht dir beruflich ein breites Spektrum an Möglichkeiten offen. In welche Richtung soll es für dich gehen?

Nach dem Bootcamp möchte ich gerne das dort Erlernte in der Praxis anwenden und weiter vertiefen. Drei Monate reichen natürlich nicht, um eine Data Science Expertin zu werden. Doch die Grundlagen wurden geschaffen, mit denen man einen Einstieg gut schaffen kann, um dann nach und nach mehr Erfahrungen zu sammeln.

Warum hast du dich eigentlich für den Umgekehrten Generationenvertrag zur Finanzierung deines Bootcamps entschieden?

Ich stehe voll hinter dem Konzept einer solidarischen Bildungsfinanzierung, bei der einkommensabhängig zurückgezahlt wird. Ich finde es schön, dass meine Rückzahlungen nicht den Dividenden von Aktionär*innen zugutekommen, sondern ich nachfolgenden Generationen ermögliche, sich ohne finanzielle Sorgen bilden zu können. In einem System, in dem Studiengebühren zum Teil privat getragen werden müssen, ist der UGV meiner Meinung nach die fairste Finanzierung unabhängig vom eigenen finanziellen Hintergrund.

Wir haben uns sehr gefreut, dass du extra aus Hamburg zu unserer Jahresversammlung angereist bist. Was hat dich dazu bewegt?

CHANCEN eG ist für mich mehr als nur der Geldgeber: Ich war neugierig, andere Partneruniversitäten und Mitglieder kennenzulernen und mich mit ihnen auszutauschen. Die Jahresversammlung ist auch eine gute Gelegenheit, seine eigenen Ideen einzubringen und sich zu vernetzen. Ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!

Das freut uns sehr! Was hat dir besonders gefallen, was können wir noch besser machen?

Die Veranstaltung war durchdacht organisiert und ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch interessante Gespräche mit anderen Studierenden und Mitgliedern der CHANCEN eG geführt. Meine Rückzahlung beginnt erst 2020, aber ich kann mir vorstellen, dass sich auch dieser eigentlich unangenehmere Part besser anfühlt, wenn man mitbekommt, wofür man zurückzahlt.

Es war sehr interessant, auch mal den offiziellen Teil, die Generalversammlung, mitzuerleben. Für die nächste Versammlung würde ich mir wünschen, im Vorfeld schon ein paar Informationen zu den Vorgängen bei einer Generalversammlung zu bekommen.

Du hast vorgeschlagen, ein Mentoringprogramm für Geförderte und Alumni der CHANCEN eG aufzubauen. Warum?

Während meines eigenen Bewerbungsprozesses bei der CHANCEN eG wurden mir zwar alle meine Fragen von eurem Team beantwortet, allerdings hätte mich auch die Sicht einer aktuell Geförderten oder eines Alumni interessiert. Denn sie können am authentischsten davon berichten, wie es ist, das Geld von der CHANCEN eG zu bekommen und auch wie es ist, dieses wieder zurückzuzahlen.

Zudem ist es eine schöne Möglichkeit, die Mitglieder weiter zu vernetzen um nicht nur vom Geld, sondern auch von den Erfahrungen anderer Menschen profitieren zu können. In diesem Sinne: Falls ihr Interesse an einer Finanzierung durch die CHANCEN eG habt und Fragen an mich habt, meldet euch gerne bei Nathalie, sie stellt dann den Kontakt zu mir her.

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