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„Wir sind Weltkulturerbe!“

Genossenschaften sind Weltkulturerbe. Die UN hat ein starkes Zeichen für solidarisches Wirtschaften gesetzt und die Rechtsform der Genossenschaft diese Woche zum Weltkulturerbe erklärt. Es ist eine bekräftigende Adelung, die einmal mehr demonstriert, wofür Genossenschaften stehen:

„Cooperatives are a reminder to the international community that it is possible to pursue both economic viability and social responsibility.”
Ban-Ki Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen (Moon 2010)

Par excellence verbinden Genossenschaften seit mehr als 150 Jahren Wirtschaftlichkeit mit Gemeinschaft und sozialer Verantwortung. Es ist die Rechtsform, die alle Stakeholdern als Shareholder vereint, die Gemeinsamkeiten stärkt und den Vorteil für alle sucht. Daher erklärte die UN 2012 zum „International Year of Cooperatives“ unter dem Thema „Cooperative Enterprises Build a Better World“. Wir nehmen diese Aufforderung ernst und wollen dem Anspruch gerecht werden.

Aber was genau macht eine Genossenschaft eigentlich aus?

Hier sind die sieben Grundsätze der Genossenschaften:

  • Freiwillige und offene Mitgliedschaft
  • demokratische Mitgliederkontrolle
  • ökonomische Partizipation der Mitglieder
  • Autonomie und Unabhängigkeit
  • Ausbildung, Fortbildung und Information
  • Kooperation mit anderen Genossenschaften
  • Vorsorge für die Gemeinschaft

Darüber hinaus zeichnen weitere wichtige Punkte Genossenschaften aus:

  1. Genossenschaften sind demokratisch. Es gilt „One member, one vote.“ Unabhängig von der Anzahl der gezeichneten Anteile hat jedes Mitglied eine Stimme. Für uns heißt das: Jeder Studierende hat so viel Mitsprachrecht wie jeder Großinvestor.
  2. Genossenschaften sind für ihre Mitglieder da: eGs sind unternehmerisch ausgerichtete Mitgliederorganisationen mit dem Ziel, die sozialen, ökologischen oder wirtschaftlichen Belange zu fördern.
  3. Genossenschaften sind trendy: Was die Unterstützung der UN zeigt bestätigen Wissenschaftler: Es ist derzeit eine Renaissance der Genossenschaften zu erleben. Überall entstehen z.B. Energiegenossenschaften, mit denen Bürger die Energiewende in die Hand nehmen.
  4. Genossenschaften sind weit verbreitet: Jeder fünfte in Deutschland ist Genosse. In Deutschland gibt es über 22 Millionen Genossenschaftsmitglieder, weltweit über 800 Millionen.
  5. Genossenschaften sind alt: Die eG wurde in den 1850er Jahren zeitgleich von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch gegründet. Aus den ersten Genossenschaften sind die Raiffeisenbanken und die Volksbanken hervorgegangen.
  6. Genossenschaften können groß: Neben den Genossenschaftsbanken – Sparda Bank, Volksbank, Raiffeisenbank – gibt es weitere große Genossenschaften, wie beispielsweise die schweizer Coop und Migros, die den Einzelhandel dominieren.
  7. Genossenschaften sind flexibel. Die Aufnahme von neuen Mitgliedern und neuem Kapital ist einfach und viel leichter möglich als zum Beispiel bei GmbHs: Ohne Notar muss einfach eine Beitrittserklärung unterzeichnet werden.
  8. Genossenschaften sind insolvenzsicher: Die Insolvenzquote ist bei Neugründungen eigentlich sehr hoch. Anders bei Genossenschaften: Weniger als 0,5% aller Genossenschaften gehen insolvent. Die Beteiligung an einer Genossenschaft ist also sehr sicher.

Als Mitglied der CHANCEN eG investieren Sie in das höchste Gut einer Gesellschaft – die Bildung – und fördern die Zukunft der nächsten Generation. Für weitere Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung, treten Sie gerne in Kontakt mit uns.

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